Menu

Liturgia słowa

Czytania:

  • Ewangelia:

Święta

Wtorek, XII Tydzień zwykły Rok A, I Dzień powszedn

Wyszukiwanie

Polecamy strony

Licznik

Liczba wyświetleń strony:
7033

Statystyki

Finanziert von der Kreisgemeinschaft Preußisch Eylau und sowohl den früheren als auch den heutigen Einwohnern Hanshagens

Gemeinde Hanshagen

 

Kirchdorf Hanshagen: Das große Kirchdorf Hanshagen ist der Überlieferung nach zusammen mit Petershagen im Jahre 1336 als deutsches Bauerndorf gegründet worden.

Hannushayn – so der Gründungsname – wurde auf Waldland gegründet und besaß 50 Zinshufen; der Rest waren freie Schulzen- und Pfarrhufen. Es lag im Kammeramt Worienen der Komturei Balga. Die deutsche Anlage war gut aus der Dorfform mit den beiden Außenwegen und dem Anger in der Mitte zu erkennen. Die erste urkundliche Nennung des Namens erfolgte im Jahre 1374 bei der natangisch-ermländischen Grenzziehung: „Weiter dann(von Glandau) zu der Ortsgrenze von Hannushayn; es bleibt dieses Dorf dem Orden und Workheim dem Bistum“.

Das junge Kirchdorf entwickelte sich gut, bis dann der Rückschlag von 1414 kam. Bei dem Krieg mit Polen erlitt das Dorf schweren Schaden; allein die Kirche hatte „300 Mark Schaden an neuem Gelde“. Der Wiederaufbau setzte bald ein; 1419 wird „Hanshayn“ sogar mit 63 Hufen Größe genannt. Es besaß Kirche und Krug. 1437 waren aber von den Zinshufen immer noch 9 1/2 Hufen nicht besetzt; der Krug zinste jährlich 2 Mark.

Der „Ständekrieg“ von 1454/66 hat dem Dorf wahrscheinlich auch großen Schaden zugefügt, doch sind darüber keine Unterlagen vorhanden. Kurze Zeit später, 1469, traf es ein noch größeres Unglück: Hanshagen mit 60 Hufen wurde für ausstehende Gelder vom Orden an den Söldnerführer Paul Pregel verpfändet. Aus diesem anfangs losen Pfandbesitz wurde später wegen Nichteinlösung echter Besitz der Familie Pregel. Sie erhielt 1491 vom Hochmeister eine Gesamtbelehnung, in der auch Hanshagen mit 60 Hufen aufgeführt wurde. Pregel besaß im Südteil des Amtes Worienen einen sehr großen Besitz von über 200 Hufen.

1535 verkaufte die Familie Pregel den Gesamtbesitz an die Familien v. Waldburg und v. Kreytzen, wobei Hanshagen mit Groß Peisten und vielen anderen Orten in den Besitz der Familie v. Kreytzen kam, die Groß Peisten zu ihrem Hauptgut erhob.

Hanshagen hatte während des „Reiterkrieges“ von 1520 wieder schweren Schaden erlitten, denn noch 1539 waren nur 9 Bauern im Dorf. Die Kirche überstand die Kriegszeiten gut, sie wurde bei der Kirchenvisitation von 1541 „im Besitz von vollem Gerät“ aufgeführt. Beider Erneuerung des Kirchenspiels Petershagen 1593 wurden aber drei Dörfer vom Kirchspiel Hanshagen- deren Namen nicht genannt sind- zu Petershagen geschlagen, weil letzteres Kirchspiel zu klein war. Dadurch wurde Hanshagen so geschwächt, dass der Patron der Kirche, Albrecht von Kreytzen, Gr. Peisten, es durchsetzte, dass die Orte Gr. Peisten, Grauschienen, Hoofe und Sienken, die bisher zur Kirche Landsberg gehört hatten, zum Kirchspiel Hanshagen geschlagen wurden. Als dann um 1615 Melchior von Kreytzen in Gr. Peisten eine Gutskirche erbaute, predigte der Hanshagener Pfarrer dort von Zeit zu Zeit. Allmählich wurde Gr. Peisten Pfarrort und Hanshagen Nebenkirche; so blieb es bis 1945.

Das Dorf Hanshagen blieb fast 300 Jahre  lang ein adliges Dorf der Familie von Kreytzen auf Gr. Peisten. Im Jahre 1785 hatte es als Dorf und Vorwerk mit Kirche als Filia von Peisten 27 Feuerstellen. 1820 waren es schon 30 Feuerstellen und 188 Einwohner. Im Jahre 1820 erfolgte dann auch die Gutsauseinandersetzung mit der Begüterung Gr. Peisten nach der Bauernbefreiung, die sehr milde verlief. Der Gutsherr Alexander von Kreytzen, Gr. Peisten, hatte schon vor 1800 Bauern freigelassen und so bestanden 1820 in Hanshagen mit 3754 Morgen Land bereits 18 Erbpachtgüter mit 2105 Morgen Besitz sowie 8 Bauerngüter mit 1189 Morgen. An Pfarrland waren 272 Morgen vorhanden, der Rest war wohl zu Sienken geschlagen worden, dass ein Vorwerk von Gr. Peisten geblieben war. Neben den 26 Bauern wohnten 4 Eigenkätner und 17 Instleute im Dorf, zusammen 264 Einwohner.

Die Hanshagener Bauern hatten bis 1820 neben Hand- und Spanndiensten  einen Zins von jährlich 164 Talern, 7 1/2 Scheffeln Getreide, 7 Gänsen, 42 Hühnern und 105 Eiern zu entrichten. Nach der Regulierung zahlten sie eine jährliche Rente von 146 Talern, 13 Silbergroschen und 4 Pfennig an Gr. Peisten und waren jetzt freie Leute. An die Kreiskasse mußte noch eine Grundsteuer von 48 Talern, 18 Sgr. und 4 Pf. entrichtet werden. Im Vergleich zu der Besitzregulierung vieler anderer adliger Dörfer waren das sehr günstige Bedingungen. Nach der Regulierung und Separation der Dorfflur begann ein starker Ausbau von Bauern aus dem Dorf auf ihr entlegenes Land und ein wirtschaftlicher Aufschwung setzte ein, aber leider auch eine häufige Besitzteilung vieler Höfe. Während 1820 26 Bauern 3295 Morgen Land besaßen, waren es 1859 schon 43 Bauern mit nur 3172 Morgen , dazu noch 30 Kätner mit 40 Morgen Besitz. 1831 hatte das Dorf bereits 264 Einwohner und 1846 waren 50 Wohnhäuser und 376 Bewohner – mit 5 Katholiken- im Ort. m Jahre 1867 hatte Hanshagen die höchste Einwohnerzahl mit 664 Personen, darunter 35 Katholiken und 25 andere Christen. 1871 waren es 82 Wohngebäude, 132 Haushalte und 649 Einwohner. 1885 war das Dorf 996 ha. groß und hatte 92 Häuser.

Im Jahre 1896 brannte durch Blitzschlag die alte Ordenskirche vollständig aus; der Wiederaufbau erfolgte bis 1898. Die schlichte Dorfkirche war teils aus Feldsteinen, teils aus Ziegeln erbaut. Türen und Fenster waren rundbogig. Der vorgesetzte Westturm war unten ebenfalls aus Feldsteinen errichtet, die verfugt waren; er hatte seit dem 18. Jahrhundert einen Oberbau aus Holz mit vierkantiger Spitze und einem Türmchen als Abschluß. Hanshagen blieb bis 1945 eine Filialkirche von Gr. Peisten mit einem Gottesdienst alle zwei Wochen. An den anderen Sonntagen hielt der Kantor einen Lesegottesdienst, bei dem seine Frau die Orgel spielte. Außer dem alten Kirchhof gab es einen neuen Friedhof in der südlichen Dorfgemarkung.

Im 1. Weltkrieg 1914 erlitt Hanshagen keine Verluste; russische Truppen waren nur kurz im Dorf. Viele Bewohner waren ins Ermland geflüchtet; einige Familien bis hinter die Weichsel. Als die Flüchtlinge nach der Tannenberg-Schlacht aus dem Ermland zurückkehrten, erlebten sie die kurze russische Besetzung. – Die Dorfschule wurde 1739 gegründet. Nach dem 1. Weltkrieg erfolgte ein Schulneubau, der das alte, noch mit Stroh gedeckte Gebäude ersetzte. Letzte 1. Lehrer und Kantoren waren Wiede, Karl Reichwald und Oskar Kerwin; ferner unterrichteten Lehrer Gehlhaar und die Lehrerinnen Jurkschat, Staweno und Busch.

Die seit dem 30.09.1928 bestehende Gemeinde Hanshagen blieb ohne weitere Ortsteile. Sie war 978,80 ha groß, hatte 94 Wohngebäude, 110 Haushalte und 438 Einwohner. Das Standesamt befand sich in Gr. Peisten, das Amtsgericht in Landsberg, der Amtsbezirk hieß Glandau. Die jährliche Grundsteuer von 6,45 RM je ha bedeutet leichten Boden. Gemeindevorsteher war 1930 Bokühn, Hanshagen.

Hanshagen war ein recht großes Bauerndorf mit einer Vielzahl kleinerer Besitzungen. Im Dorf lebten ferner eine Anzahl Handwerker; im Gasthaus mit Saal wurden die Feste gefeiert. 1935 wurde das Dorf an das Elektrizitätswerk angeschlossen. Es hatte verkehrsmäßig eine gute Chaussee- Verbindung nach Landsberg (8km) und über Petershagen zum Bahnhof Salwarschienen (5km). In der Gemeinde lebten 1933: 462, 1939 437 Einwohner

 

Hanshagen geriet am 1.02.1945 in die Frontlinie und wurde nach Kämpfen von Sowjet-Truppen besetzt. Bei einem deutschen Gegenstoß am 05.02.1945 wurden die Feinde vertrieben. Sie besetzten Hanshagen erneut um den 07.02.1945. Bei diesen Kämpfen traten viele Schäden auf. Seit dem Sommer 1945 liegt das Dorf im polnisch besetzten Teil unseres Kreises und wird von den Polen „Janikowo“ genannt (Jan= Johann, Hans). Es ist jetzt ein polnisches Bauerndorf und auch die Kirche existiert noch, die eine Filia des polnischen katholischen Pfarrers von Petershagen ist. Der Kirchturm ist im Sommer 1985 durch Blitzschlag abgebrannt, doch war 1989 wieder neu erbaut.

Seit 2005 hat die Kirche wieder eine Glocke mit separatem Glockenturm. Mit der Inschrift in deutscher und polnischer Sprache:

 

„Den Toten der Kirchengemeinde Hanshagen zum Gedenken“

 

 

Ansichtskarte1

Ansichtskarte2

Ansichtskarte3

Ansichtskarte 4

Abbauhof_Paul_Herrmann

Hochzeit_Scheffler .

Gasthaus_Woider .

Kirche

Teich

Mühle_Friese

Powrót